Rückweiler

Natürlich!

DGH 21 1 Viel getan hat sich in den zurückliegenden Monaten am Dorfgemeinschaftshaus in Rückweiler. Das Gebäude, das größtenteils aus den 1960er-Jahren stammt, wird seit Sommer aufwendig saniert und erweitert. Rund 840.000 Euro sind für das Gesamtpaket veranschlagt, der Eigenkostenanteil für die Gemeinde beläuft sich auf etwa 580.000 Euro. Den Rest der Summe steuert das Land aus dem Investitionsstock bei. Die Fenster wurden getauscht, die Dämmung der Außenfassade verbessert, die Garage ertüchtigt und der neue Anbau steht auch bereits: „Optimistisch geschätzt, könnten wir schon im ersten Quartal kommenden Jahres fertig werden“, meint Ortsbürgermeister Lutz Altekrüger. „Letztendlich hängt es jedoch von der Witterung ab.“

Für den 420-Seelen-Ort ist es das bedeutendste Projekt seit Jahrzehnten: Das Dorfgemeinschaftshaus ist zentraler Treffpunkt für Versammlungen sowie Veranstaltungsort für öffentliche und private Feiern. Für viele Vereine und Gruppen im Dorf ist das Haus ein wichtiger Anlaufpunkt. Zu den Nutzern gehören etwa Musikverein Heide, Kirchenchor Herz- Jesu, Landfrauen, Narrenschar, Theatergruppe und Seniorentreff Heide. Für die Planung der Arbeiten ist das Architekturbüro Bill aus Idar-Oberstein zuständig. Auftakt war im Juni mit der Ertüchtigung der maroden Garage. Die verfügt nun über einen festen Bodenbelag und eine verbesserte Tragfähigkeit, sodass auf ihrer Decke ein Anbau errichtet werden konnte, berichtet die Ortsspitze.

Aufwendig ist die energetische Sanierung des Gebäudes: Neben dem Austausch von Türen und Fenstern müssen Frontseite und Anbau in ein Wärmedämmverbundsystem eingekleidet werden. Parallel dazu laufen die Vorbereitungen für den Innenputz. Zunächst müssen im großen Saal aber Brandschutzdecke, Akustikdecke, Entfeuchtungsanlage, Beleuchtung, Lautsprecher installiert werden. Dort wurde in den vergangenen Wochen seitens der Dorfgemeinschaft fleißig gewerkelt: „Rund 20.000 Euro an Eigenleistung wurden bisher erbracht“, bekundet der Bürgermeister stolz. „Leute aus dem Gemeinderat, dem Fastnachtsverein, der Feuerwehr, Kirchenchor, Musikverein sowie Einzelpersonen haben sich engagiert. Viele waren kurzfristig zur Stelle und haben tatkräftig angepackt. Das ist spitze“, freut sich Altekrüger, der selbst oft auf der Baustelle anzutreffen ist.

Aus Brandschutzgründen wurden die alten Holzelemente aus der Decke im großen Saal entfernt und die Trägerkonstruktion freigelegt – eine schweißtreibende Arbeit, bei der viel Staub und Dreck zu Boden rieselten. Ganzkörperanzüge und Maskenschutz waren Pflicht. Schließlich musste auch noch der gesamte Innenputz von der Wand. „Der hat nicht mehr gehalten, da konnte man keinen Nagel mehr reinhauen“, verdeutlicht Altekrüger. Geschliffen und versiegelt werden, soll der Parkettbelag im großen Saal, während für den kleinen Saal und den Anbau neuer Linoleumboden vorgesehen ist. Die Erweiterung bekommt an der Wetterseite noch eine behindertengerechte Auffahrt, die Außentür dazu wird in den kommenden Tagen gesetzt.

Getüftelt wird derzeit noch an der Bühnenkonstruktion. Die Auftrittsfläche soll ungefähr gleichbleiben. „Wir sind mit dem Architekten und Baufirmen im Gespräch. Für die Umsetzung fehlt uns aber noch die zündende Idee“, erläutert die Ortsspitze. Positives hat Altekrüger bezüglich der Preisentwicklung der Gesamtmaßnahme zu verkünden: „Wir sind in den kalkulierten Planungskosten.“ (bw)

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