Rückweiler

Natürlich!

19 Rückweiler wurde als Investitions- und Maßnahmenschwerpunkt der Dorferneuerung in Rheinland-Pfalz anerkannt. Daraus ergeben sich für die nächsten sieben Jahre durch organisatorische und finanzielle Unterstützung des Landes verbesserte Rahmenbedingungen für private und öffentliche Vorhaben sowie zur Fortschreibung des 1988 erstellten Dorferneuerungskonzepts.

Gemeinsam mit dem, zur Beratung und Unterstützung, beauftragten Planungsbüro KERNPLAN aus Illingen wurde am Samstag, 18. September, ein weiterer Meilenstein für eine möglichst optimale Umsetzung von privaten und öffentlichen Planungen im Rahmen der Schwerpunktanerkennung gelegt. Die Auftaktveranstaltung war der zweite Schritt nach der durchgeführten Bürgerbefragung. 

Ortsbürgermeister Lutz Altekrüger und Geschäftsführer Hugo Kern begrüßten die anwesenden Rückweilerer Kinder, Jugendlichen, Erwachsenen und Senioren. Besonders hießen sie den derzeitigen Kinderbürgermeister und seinen Vertreter willkommen. Nach der Vorstellung des Programms durch das Moderatorenteam ging es auf Ortsrundgang. Dabei wurden auch Vorschläge aus der Bürgerbefragung aufgegriffen. „Es gibt Ideen, die es unbedingt wert sind, weiter betrachtet zu werden“, bekundete Altekrüger, der als Beispiel den Wunsch nach einem Kinderbaumhaus nannte.

(Unter dem Reiter "Bilder" wurde eine kleine Galerie zur "Dorfmoderation September 2021" angelegt.)

Ein wichtiger Punkt ist die Nachnutzung des alten Sportplatzes. Dorfmoderation 21 3 „Auch dafür sind interessante Vorschläge eingegangen“, berichtet der Bürgermeister. Einer davon lautet, die Fläche für Energieerzeugung durch Solarthermie oder Wärmepumpen zu verwenden. Aber auch Ideen für Mehrgenerationenwohnen, die Schaffung eines Mehrgenerationen-Spielparks oder einer Multifunktionssportstätte seien eingegangen. Darüber hinaus existieren auf der Gemarkung attraktive Wanderwege. Diese könnten entsprechend modernisiert werden, um künftig jüngere und ältere Generation stärker anzusprechen.

Sorgen bereiten die gefährlichen Verkehrssituationen im Kreuzungsbereich am Dorfplatz an der Bushaltestelle sowie an der Einmündung der Hauptstraße in die Berglangenbacher Straße. Dort soll im Zuge der Dorferneuerung Abhilfe geschaffen werden. Moniert wurde außerdem der Zustand an den Containerstellplätzen, wo immer wieder illegal Müll abgelagert wird. Im Anschluss an den Rundgang machten sich die Beteiligten ein Bild vom derzeitigen Sanierungsstand des Dorfgemeinschaftshauses. Architekt Jörg Bill aus Idar-Oberstein informierte über bereits erfolgte und geplante Maßnahmen und beantwortete Fragen. 

Durch die Anerkennung des Orts als Schwerpunktgemeinde ergeben sich für die Kommune und Privatpersonen interessante Fördermöglichkeiten, erläuterte Kern. Dorfmoderation 21 4 Von einem „wichtigen Meilenstein auf dem Weg zu einer zukunftsbeständigen Dorfentwicklung“ sprach diesbezüglich Ortsbürgermeister Altekrüger. Vorgestellt wurden außerdem die Ergebnisse einer ersten Stärken-Schwächen-Analyse und der Bürgerbefragung. Drei Arbeitskreise wurden bei der ersten Dorfmoderation gegründet: Einer befasst sich mit den Themen Bauen, Wohnen, Infrastruktur und Warenautomaten, der zweite mit Freizeitgestaltung, der Anbindung von Rad- und Wanderwegen an Nachbargemeinden sowie der Folgenutzung des Sportplatzes und ein weiterer mit Kinder- und Jugendarbeit, Klimaschutz, erneuerbaren Energien, Nachhaltigkeit und weiteren Interessensfeldern.

 

„Die Dorferneuerung in Rückweiler wird zusammen mit allen Bürgerinnen und Bürgern, insbesondere auch den Kindern, Jugendlichen und Senioren, sowie weiteren Akteuren festgeschrieben. Dabei werden keine fertigen Konzepte vorgelegt. Es soll und kann jeder seine Vorstellungen und Ideen für die zukünftige Entwicklung von Rückweiler einbringen. Alle Einwohnerinnen und Einwohner sind ganz herzlich zu den Treffen eingeladen mit der Bitte, daran teilzunehmen und damit an der Zukunftsgestaltung unseres Ortes aktiv mitzuwirken“, fasst Altekrüger zusammen.

Für Fragen und Anregungen stehen der Ortsbürgermeister, die Mitglieder des Ortsgemeinderats und das Planungsbüro KERNPLAN zur Verfügung. „Die eigentliche Arbeit beginnt mit der Erstellung eines tragfähigen Konzepts. Zukunftsbeständige Dorfentwicklung, die eigene Gemeinde lebens- und liebenswert zu gestalten, kann nur als gemeinsame Leistung aller Dorfbewohnerinnen und Dorfbewohner gelingen. Hierzu wird der Gemeinderat zeitnah informieren“, so die Ortsspitze weiter. 

Altekrüger bedankte sich bei allen Teilnehmern und Helfern, die zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen haben.

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