Rückweiler

Natürlich!

DGH März 2021 1

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

eine wichtige Veränderung in unserer Gemeinde steht an: Wie Sie vielleicht bereits früheren Beiträgen auf unserer Homepage und der lokalen Presse entnommen haben, wird das Dorfgemeinschaftshaus in diesem Jahr saniert und erweitert. Das Gebäude ist von zentraler Bedeutung für das Gemeinschaftsleben in unserem Ort. Private und öffentliche Feste, Zusammenkünfte von Vereinen und Gruppen finden dort normalerweise regelmäßig statt. Die Einrichtung wurde in den 1960er-Jahren erbaut und ist mittlerweile stark in die Jahre gekommen. Um den Bestand und den Nutzen der Immobilie für die Zukunft zu sichern, hat die Ortsvertretung 2019 umfangreiche Baumaßnahmen beschlossen. Was im Einzelnen geplant ist, wann es losgeht, was es kosten soll, weitere Details und Impressionen erfahren Sie auf "Weiterlesen".

DGH Großer Saal 2021 3Aufgrund der Corona-Pandemie konnten in der Vergangenheit keine Bürgerversammlungen oder Infoveranstaltungen seitens der Ortsgemeinde zu diesem bedeutenden Vorhaben durchgeführt werden. Um Sie dennoch auf dem Laufenden zu halten, möchten wir Ihnen im Folgenden einen detaillierten Überblick des Projekts bieten. Was wird genau gemacht, welche Kosten kommen auf die Gemeinde zu, wie lange kann das Haus im Zuge der Arbeiten nicht genutzt werden? Ebenfalls sollen hier die drängendsten Fragen zum Vorhaben beantwortet werden. Sollten Sie weiteren Informationsbedarf haben, kontaktieren Sie uns und wir versuchen Ihre Fragen möglichst schnell und präzise zu beantworten. Nutzen Sie dazu bitte den Reiter „Kontakt“ in der orangefarbenen Topzeile auf unserer Homepage. Dort können Sie Ihren Namen, Ihre E-Mailadresse und Ihr Anliegen eintragen und absenden. „Es ist mir ein wichtiges Anliegen, trotz der Einschränkungen durch Corona, Ihnen möglichst alle Fakten zum Projekt transparent zu machen“, betont Ortsbürgermeister Lutz Altekrüger. Sobald es die Auflagen zulassen, möchte die Gemeinde Sie im Rahmen einer Bürgerversammlung persönlich über das Vorhaben informieren.

DGH Garage 2021 2Die Spannung steigt: Mit der Sanierung und Erweiterung des Dorfgemeinschaftshauses beginnt in Kürze das größte Bauprojekt in Rückweiler seit vielen Jahrzehnten. Mit der Vergabe der ersten Auftragsleistungen legte der Gemeinderat vor wenigen Tagen den Fahrplan zum Auftakt fest. Zum Start steht der Teilabriss der maroden Garage auf dem Plan. Außerdem werden die Außentüren ausgetauscht, da diese nicht mehr den baulichen Vorgaben für Brandschutz und Fluchtwegeverordnung erfüllen. Die neuen Türen wurden bereits in Auftrag gegeben. Es sei jedoch mit längeren Lieferzeiten zu rechnen, informiert Altekrüger. Laut Gemeindespitze sollen die Arbeiten spätestens nach Osten beginnen. Sollte alles glatt laufen, könnten alle geplanten Baumaßnahmen am Gebäude bis Jahresende abgeschlossen sein, bekundete das Architekturbüro Bill aus Idar-Oberstein, das das Vorhaben begleitet.

Warum muss das Dorfgemeinschaftshaus saniert werden?

Das Dorfgemeinschaftshaus wurde in den 1960er-Jahren erbaut. Seitdem hat sich der Zustand des Gebäudes stetig verschlechtert. Die Außenfassade ist beschädigt, der Putz bröckelt und tiefe Risse sind sichtbar, Dämmung und Brandschutz, Heizung, Elektronik und Mobiliar veraltet. Der Nachholbedarf ist groß, um die Nutzung als kommunale Versammlungsstätte langfristig zu sichern, muss die Ortsgemeinde, die das Gebäude vor einigen Jahren von der katholischen Pfarrgemeinde Herz-Jesu übernahm, die Anforderungen der Versammlungsstättenverordnung des Landes Rheinland-Pfalz erfüllen. „Nur so kann das Dorfgemeinschaftshaus den Bürgerinnen und Bürgern künftig in gewohnter Weise zur Verfügung stehen“, unterstreicht Altekrüger.

Was kostet das Projekt?

Für das Gesamtprojekt wird momentan mit einer Summe von rund 840.000 Euro gerechnet. Die Zahl ist jedoch vorläufig und kann sich noch ändern, sollten beispielsweise im Zuge der Sanierung unerwartete Defizite in der Gebäudestruktur wie Schimmel, morsche Balken oder andere gewichtige Makel ermittelt werden. Vom Land wird das Projekt über einen Zuschuss in Höhe von 250.000 Euro gefördert. Der Förderbescheid liegt der Gemeinde bereits vor, sodass auf die Kommune Rückweiler momentan etwa ein Eigenanteil von 590.000 Euro zukommt. Wegen zusätzlicher Sicherheits- und Brandschutzauflagen war die veranschlagte Gesamtsumme für das Projekt zwischenzeitlich auf rund 920.000 Euro geklettert. Daraufhin hatte der Gemeinderat reagiert und die Konzeption überarbeitet. Ergebnis: Die Neugestaltung der modrigen Kellerräume im Gebäude wurde aus Kostengründen über Bord geworfen.

(Hier können Sie sich einige Skizzen von den Planungsentwürfen zum Dorfgemeinschaftshaus (DGH) ansehen, die in ausgedruckter Form auch links der Flügeltür am Eingang zum kleinen Saal an der Rückseite des Gebäudes ausgehängt sind.)

Skizze 1 DGH     Skizze 2 DGH

Skizze 3 DGH     Skizze 4 DGH

„Wir kommen um die Sanierungsmaßnahmen nicht herum“, betonte Ratsmitglied Thorsten Schneider angesichts der kalkulierten Kosten. Natürlich sei allen Beteiligten bewusst, dass es bei den Maßnahmen um viel Geld ginge, bekundet Gemeinderat Marco Gutendorf. „Das fällt niemanden leicht“, fügt er an. Aber die Entscheidungen seien auch sorgfältig durchdacht. „Wir entscheiden nicht einfach aus dem Bauch raus“, so Gutendorf weiter. Wie setzen sich die Kosten zusammen? Ein großer Batzen der Summe fällt beispielsweise für die Brandschutzertüchtigung an. Laut momentanem Stand sind rund 122.000 Euro allein für diesen Bereich fällig. Weitere gewichtige Ausgabenposten sind die Modernisierung von Elektronik, Akustik und Licht. Hier rechnet die Gemeinde aktuell mit Kosten in Höhe von rund 46.000 Euro. Malerarbeiten, Lüftung, Küche und Garderobe schlagen mit rund 80.000 Euro zu Buche. Allein für Mehrwertsteuer und Nebenkosten (darunter fallen zum Beispiel die Planungskosten) sind weitere 240.000 Euro veranschlagt.

DGH Rückseite 2021 4Wieso wird ein Anbau errichtet?

Darüber hinaus hat sich der Gemeinderat für die Errichtung eines Anbaus an der Giebelseite aus Richtung Hahnweiler kommend entschieden. Etwa 74.000 Euro sind dafür zurzeit veranschlagt. Von einer notwendigen Ergänzung für das Dorfgemeinschaftshaus spricht Altekrüger. Wegen Brandschutz- und Sicherheitsauflagen wäre der Umbau der Kellerräume sehr kostenintensiv geworden und daher aus der ursprünglichen Planung gestrichen. Eine barrierefreie Nutzung der Räumlichkeiten im Untergeschoss wäre ohne größere Baumaßnahmen nicht zu realisieren gewesen, heißt es dazu aus dem Gemeinderat.

Für Gruppen wie beispielsweise den Kirchenchor, der in einem der unteren Räume seine Probestunden abhält, müsse deswegen durch den Anbau eine adäquate Alternative geschaffen werden, bekundet der Bürgermeister. Es handele sich dabei um einen Multifunktionsraum, der auch für kleinere Zusammenkünfte genutzt werden könnte, so Altekrüger weiter.

 

DGH Giebelseite 2021 5Wann geht es los und was wird zuerst gemacht?

Spätestens nach Ostern geht es in die Vollen, kündigte die Gemeindespitze an. Zum Auftakt steht die Garage auf dem Programm. Diese befindet sich in einem desolaten Zustand: Das Mauerwerk ist nass und liegt teilweise brach. „Wenn es geregnet hat, fließen dort Bäche über den Schotterboden“, veranschaulicht Altekrüger. Eine Statikprüfung ergab kürzlich, dass die Decke des Konstrukts, auf dem sich ein Teil des Musikzimmers befindet, ihre Tragfähigkeit eingebüßt hat. Beschlossen wurde deshalb ein Neubau der Garage in mehreren Etappen für rund 84.000 Euro. Nach einem Teilabriss mit anschließender Ertüchtigung wird die Front des Stauraums neugebaut. „Diese Maßnahme kostet uns nur minimal mehr als eine Sanierung der Garage“, heißt es dazu aus dem Gemeinderat. Außerdem steht der Austausch mehrerer Türen an. Hintergrund: Die alten Exemplare werden den Sicherheitsvorschriften nicht mehr gerecht. Als Kostenpunkt steht hierfür vorerst eine Summe von 36.000 Euro im Raum. Sechs Firmen wurden angeschrieben, lediglich eine gab ein Angebot ab. Die Preise für die Türen, die im Notfall durch Panikbeschläge einen schnellen Fluchtweg ermöglichen sollen, seien jedoch etwa mit jenen vergleichbar, die auch im Dorfgemeinschaftshauses des Nachbardorfs Berglangenbach verbaut würden, informierte Verbandsgemeinde-Mitarbeiter Claus Martin Brust vom Bereich Planung und Bauwesen.

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